Durch die Arbeit und Initiative des Vereins sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihren unterschiedlichen Beziehungsformen bei der Umsetzung und Gestaltung eigener, selbstbestimmter und -verwirklichender Lebenszusammenhänge begleitet, unterstützt und gefördert werden. Insbesondere soll verhindert werden, dass Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten, seelischen, geistigen und sozialen Problemen im und vom gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden.

Leitbilder und Ziele formulieren einen hohen Anspruch und es bleibt grundsätzlich die Frage, wie diese zu erreichen sind.

Unsere breite Angebotspallette von ambulanter Jugendhilfe, schulischen Betreuungseinrichtungen und insbesondere unsere Akademie haben einen gemeinsamen Nenner im konzeptionellen Aufbau.

Die konzeptionelle Herangehensweise von fief e.V. war seit Bestehen des Vereins geprägt von der Philosophie, dem humanistischen Menschenbild und der humanistischen Psychologie. In der konsequenten Weiterentwicklung und auf der Suche, unser Leitbild praktisch umzusetzen, inspiriert von der Dialogphilosophie von Martin Buber und Paulo Freire (Das dialogische Prinzip und die Pädagogik der Unterdrückten) fanden wir im Ansatz vom Buch „Eltern stärken, …“ von Johannes Schopp und Jana Marek eine Grundlage, unsere „fief- Dialogbegleitung“ zu entwickeln. Ein zweiter Ideengeber war Jesper Juul. In seinen Büchern finden sich reichlich Beispiele von gelungenen Beziehungskommunikationen, die immer beide Seiten bereichern.

Paul Watzlawick weist unter anderem in seinen Arbeiten daraufhin, dass es bei der zwischenmenschlichen Kommunikation die Inhaltsebene und die Beziehungsebene gibt. Für unsere konzeptionelle Arbeit ist dies ein wichtiger Baustein zum Zuhören und dem Versuch des Verstehens.

In unserer Leistungsbeschreibung für ambulante Hilfen zur Erziehung beschreiben wir zum einen unsere berufliche Qualifikation nicht im Sinne von „Besserwissen“ zu verstehen, sondern stellen die gleichwürdige Beziehung in den Vordergrund.

„Wir verstehen unser berufliches Handeln weniger als Beratung und Belehrung von Hilfesuchenden und uns anvertrauten Personen, sondern viel mehr als ein Eingehen von Beziehung. Die Begleitung zur Stärkung des Selbstwertgefühls und Wahrnehmung der eigenen persönlichen Ressourcen ist für uns Voraussetzung für das Entwickeln eigener selbstbestimmter Lösungen gerade in schwierigen Lebenssituationen.

Zuhören zu können – das Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse und der Bedürfnisse von anderen – die Begegnung auf Augenhöhe und in bestimmten Ausnahmesituationen auch den nötigen Schutz zu gewährleisten, sehen wir als große Herausforderung an uns selbst, im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Wenn es uns gelingt, den uns anvertrauten Personen mit Wertschätzung und persönlicher Autorität zu begegnen, erfahren wir Respekt, Offenheit und Vertrauen. Wir möchten Menschen, die die Idee, gut für sich sorgen zu können, verloren haben, durch Vorleben ermutigen, diese Idee wieder für sich zu gewinnen.“

(Fief Leistungsbeschreibung ambulante Hilfen zur Erziehung, Seite 8, 2017)

 

Kontakt

  • Ansprechpartner*in:
    Herr Jung, Frau Jung
  • Adresse:
    Münchener Str. 48
    60329 Frankfurt am Main
  • Telefonnummer:
    069-13 02 37 13
  • E-Mail:
    info(at)fief-ev.de

Öffnungszeiten

  • Geschäftsstelle: Mo – Fr: 8:00 – 16:00 Uhr

Angebote und Fachbereiche

FAQs / Infos für Familien

  • Ist das bei anderen Familien auch so schwierig wie bei uns?
    Würde es Ihnen besser gehen oder würden Sie dann eher was ändern, wenn sie wüssten, dass es viele Familien gibt, die ähnliche Probleme haben?“ „Übrigens, ich habe zu Hause auch keine Ordnung in meinen Unterlagen; durch dieses Gespräch jetzt mit Ihnen, haben sie mich inspiriert, meine eigene Ordnung wieder herzustellen.
  • Haben Sie Kinder?
    Ja, ich habe 60 Kinder in der Betreuung.
  • Das Zähneputzen mit meinem Sohn bringt mich an meine Grenzen und das jeden Tag.
    Was soll ich nur tun?

    Ja, das ist für beide sehr kräftezehrend. Lassen Sie uns herausfinden, wie Sie aus dem Machtkampf aussteigen können, die Integrität ihres Sohnes bewahren und gleichzeitig ihre Verantwortung als Erwachsener für die Gesundheit ihres Sohnes wahrnehmen.

Änderungen durch Corona

  • Viele Termine fanden in Absprache mit dem Jugendamt Frankfurt in den aHzE teilweise nur noch telefonisch oder online statt. Unser größtes Anliegen war, den Kontakt zu den Familien aufrecht zu erhalten oder diesen mit (neuen) Familien gemeinsam aufzubauen. Auf das Format der online-Begegnung mussten sich alle Beteiligten umstellen, einrichten und daran gewöhnen. Unsere Erreichbarkeit dehnte sich dadurch erheblich aus, sodass teilweise abends noch mit den Familien, Kindern und Jugendliche Telefonate oder online Termine stattfanden.  Spiele, Hausaufgaben, Tagesabläufe, Sorgen, Krisen, Wohnungssuche, administrative Arbeiten usw., all diese Dinge fanden plötzlich nicht mehr in der echten Begegnung statt und mussten trotzdem ihren ‚Platz finden‘. Bspw. der digitale Kochkurs mit Kindern und Jugendlichen fand große Anerkennung und er wurde dann in den persönlichen Terminen bei Spaziergängen noch anhaltend ‚nachbesprochen‘.
    In den Schulen galt es den neuen Herausforderungen, den stetigen Veränderungen und Bestimmungen, mit einem hohen Maß an Flexibilität und Spontanität, gerecht zu werden.  Die überwiegend offenen Betreuungskonzepte wurden in kleinere und geschlossene Gruppen umgewandelt. Damit konnten und können wir den Kindern und Familien, die dringend (Not-) Betreuung benötigten, einen sicheren Betreuungsrahmen anbieten. Ein konzeptionelles Umdenken wurde angestoßen.
    In unserer fief-Akademie konnten wir während der Corona-Pandemie vielschichtige Erfahrungen machen. Für die Erfüllung von Bedürfnissen wie z.B. Information, Kontakt und Austausch stellen die Erfahrungen mit den digitalen Möglichkeiten eine Bereicherung für uns dar – für die Erfüllung der Bedürfnisse wie z.B. Vertrauen, Sicherheit und Beziehung ist die zwischenmenschliche Begegnung, der persönliche Dialog, unabdingbar.
    Für uns sind die Erfahrungen und Rückmeldungen der Kinder, Eltern und Kolleg*innen eine Bestätigung für unsere Arbeit und wie wichtig Begegnung und Beziehung für uns Menschen ist.

Tipps für Familien in der Corona-Zeit

  • Unsere Kinder liebevoll und umsichtig begleiten, dass sie wieder ihre Lebendigkeit und ihren Zugang zu ihren Bedürfnissen zurückerlangen und somit das Leben für sie wieder erfahrbar wird. Erwachsene sollte sich weniger um versäumten Schulstoff kümmern, sich vielmehr um diese Generation bemühen, ihre Erfahrungen machen zu dürfen, wie sich die Vielfalt des Lebens anfühlt.

Dialog, Augenhöhe, Wirksam/Wirksamkeit/(Selbst-)Wirksamkeit, Mensch sein, Beziehung


„Das Gefühl, wertvoll für seine Eltern zu sein, stellt sich für das Kind erst ein, wenn das, was es zu geben hat, von diesen spürbar angenommen und gewürdigt wird. So stärken wir das Selbstgefühl unseres Kindes“.
(Jesper Juul, Dein selbstbestimmtes Kind, 2020).

Die inhaltliche Verantwortung

Die Ämter und Betriebe der Stadt Frankfurt am Main sowie alle anderen hier vorgestellten Organisationen zeichnen für ihre redaktionellen Inhalte auf www.frankfurter-familienmesse.de verantwortlich und sind gerne behilflich. Bei inhaltlichen Fragen oder Anregungen können Sie sich deshalb gerne an die, auf der jeweiligen Seite in der rechten Spalte unter „Kontakt“, benannte Stelle wenden.