Das Beratungs- und Unterstützungsangebot richtet sich an Eltern und ihre Kinder, Grund- und Förderschullehrkräfte, Fachkräfte, die Schüler*innen in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung unterstützen und an die Kolleg*innen des Kinder-, Jugend- und Sozialdienstes (KJS). Das BVsH wird tätig für Schüler*innen von der Vorklasse bis zum Übergang in die weiterführende Schule.

Im BVsH arbeiten sozialpädagogische Fachkräfte, die in beiden Bereichen, Schule sowie in der Kinder-, Jugend-, und Familienhilfe, erfahren sind.

Sinn und Zweck der Beratung ist es, möglichst frühzeitig eine Verbesserung der Situation des Kindes sowohl inner- als auch außerschulisch zu erreichen.

FAQs

  • Wieso schickt die Schule mein Kind nach Hause?
    Sie sind der Experte für ihr Kind. Die Schule braucht Ihre Unterstützung im Umgang mit Ihrem Kind.
  • Was soll ich machen, wenn mein Kind sich in der Schule schlecht verhält?
    Versuchen Sie Verständnis für die Situation ihres Kindes zu entwickeln, machen Sie ihm aber auch verständlich, dass Sie auch die Sichtweise der Schule bzw. der Lehrkraft anhören und verstehen müssen. Erst danach können Lösungen gesucht und gefunden werden.
  • Was machen die Schulen mit schwierigen Kindern?
    Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten müssen individuell in den Blick genommen werden. Dabei sind empathische Einfühlung, Förderung von kindlichen Stärken, Ermutigungen zu kleinschrittigen Erfolgen genauso wichtig wie pädagogisch vermittelte Grenzen und Achtsamkeit gegenüber allen Schülern und Schülerinnen in der Klasse. Dafür braucht es eine professionelle Reflexion und eine enge Kooperation zwischen den Eltern, der Schule und den Unterstützungs- und Hilfesysteme, die, miteinander verzahnt, wirksam werden können.
  • Wieso dauert es so lange bis eine Hilfe für das Kind eingeleitet ist?
    Zunächst müssen die Eltern und alle anderen Beteiligten darin übereinstimmen, dass eine zusätzliche Unterstützung sinnvoll und notwendig ist. Dann bedarf es einer Abstimmung über die möglichen Formen von Hilfe. Abschließend bedarf es für die Unterstützung einer ausreichenden Ressource. Dies ist ein Prozess, der, je früher er initiiert wird, schneller wirksam werden kann.

Unser Angebot und unsere Zielgruppen

  • Das Angebot des BVsH setzt an der Schnittstelle Schule, Jugendhilfe und Eltern/ Kind an. Unsere Zielgruppe sind Schüler und Schülerinnen, die in Ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung auffallende Verhaltensweisen in der Schule zeigen und für die schulische Förder- und Unterstützungsangebote nicht ausreichen bzw. miteinander gut verzahnt werden sollten. Das Angebot richtet sich an Lehr- und Fachkräfte in der Grundschule (Lehrer*innen, ESB, Jugendhilfe in der Schule, UBUS u.a.), an Eltern sowie an Fachkräfte des Kinder-, Jugend- und Sozialdienstes / KJS.
  • Vorrangiges Ziel ist es, den Kindern von der Vorklasse bis einschließlich zum Übergang 4./5. Klasse die Teilhabe am inklusiven Unterricht in den Regelschulen zu ermöglichen. Dabei geht es uns um ein möglichst frühzeitiges gemeinsames Verständnis bzgl. des Unterstützungsbedarfes des Kindes im Kontext von häufig unklaren Konfliktlagen. Wir empfehlen schulnahe Hilfen, die die individuellen Fähigkeiten und Interessen des Kindes, dessen persönliche Not und dessen Sichtweise einbeziehen. Wir geben beratend Hilfestellung, die die Eltern bestärkt schulische und kindliche Konfliktlagen zu verstehen, eigene Ressourcen zu nutzen und ggf. Unterstützung anzunehmen. Wir entwickeln gemeinsame Lösungen, die die Perspektiven der Beteiligten im Hinblick auf eine positive persönliche und schulische Entwicklung des Kindes miteinander verbinden. Im Rahmen der Beratung zu schulnahen Hilfen geht es auch darum, notwendige Eingliederungshilfen und andere angemessene, außerschulischer Hilfeformen zu empfehlen.
  • Unser ambulantes Beratungsangebot erstreckt sich von Beratungsgesprächen mit den Beteiligten und Runden Tischen, über Hospitationen im Unterricht sowie in den Pausen und Besuche im häuslichen Rahmen, in Betreuungseinrichtungen, Sportvereinen etc.. Auf Wunsch ist in Einzelfällen die Teilnahme an schulischen Beratungsteams, die Kooperation mit dem Jugendamt bzw. die Vermittlung an andere Institutionen und eine begleitende Unterstützung der Eltern im Hilfeprozess möglich.

Individuelle Unterstützung

  • Exploration / Beratungsgespräche mit der Familie
  • Exploration der Schullaufbahn des Kindes
  • Kooperation mit dem KJS
  • Hospitationen in der Schule
  • Hausbesuche
  • Erstellen einer Kind- Umfeld- Analyse
  • Beratung / Begleitung im Übergang Grund- und weiterführende Schule

Kontakt

  • Ansprechpartner*in:
    Frau Dabisch und Frau Dahmane
  • Adresse:
    Kurt- Schumacher Str.41
    60311 Frankfurt am Main
    im 4. und 5. Stock
  • Telefonnummer:
    069 – 212 40 06 9
  • E-Mail:
    Info.bvsh(at)stadt-frankfurt.de

Öffnungszeiten

  • Das Servicetelefon ist Mo – Fr:  9:00 – 13:30 Uhr erreichbar

Infos für Familien

In unserem Flyer finden Sie weitere allgemeine Information:

FLYER: Beratungs- und Vermittlungszentrum für schulnahe Hilfen (BVsH)

Änderungen durch Corona

  • Die Beratungsstelle war durchgehend geöffnet. Aufgrund der unterschiedlichsten Infektionslagen wurde in den laufenden Fällen verstärkt Telefonberatung angeboten.Hospitationen in Schulen und Horten sind durch die ständig wechselnden Vorgaben und Bestimmungen, aber auch durch die verkleinerten Gruppengrößen, anders zu bewerten und einzuordnen, um adäquate Hilfsangebote zu empfehlen.Es entstehen dadurch auch längere Bearbeitungszeiten, da auch auf Diagnostiken, Schulberichte und ähnliches länger gewartet werden muss.

Tipps für Familien in der Corona-Zeit

  • Spielen Sie möglichst viel mit Ihren Kindern, möglichst wenig Gerätekonsum und am besten viel Bewegung an frischer Luft.
  • Corona ist für alle eine besondere Herausforderung. Es bedarf nun ausreichender Geduld von den Verantwortlichen, damit Kinder und Jugendliche diese Zeit der ausgesetzten / fehlenden emotionalen und sozialen Entwicklungsräume nachholen und somit nachreifen können. Fehlende Leistungsnachweise und dadurch entstehender schulischer Druck auf die Kinder und Jugendlichen ist dabei kontraproduktiv.

Wie schön, dass es so viel unterschiedliche Unterstützung und Angebote für Familien gibt.

Die inhaltliche Verantwortung

Die Ämter und Betriebe der Stadt Frankfurt am Main sowie alle anderen hier vorgestellten Organisationen zeichnen für ihre redaktionellen Inhalte auf www.frankfurter-familienmesse.de verantwortlich und sind gerne behilflich. Bei inhaltlichen Fragen oder Anregungen können Sie sich deshalb gerne an die, auf der jeweiligen Seite in der rechten Spalte unter „Kontakt“, benannte Stelle wenden.