Der Verein bietet ein Forum für den persönlichen Austausch aller Menschen, die am gemeinschaftlichen Wohnen interessiert sind. Er berät und unterstützt bei der Gründung von bedarfsorientierten, gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnprojekten. Dort wohnen Menschen jeden Alters und in verschiedenen Lebensphasen in Hausgemeinschaften – unabhängig von Herkunft und Einkommen.

Der Unterschied zum Mietshaus oder Wohneigentum: Man kennt sich und will Teil einer Gemeinschaft sein, in der man sich füreinander interessiert und verantwortlich fühlt. Gegenseitige Unterstützung, Freundschaft und soziale Absicherung sind Vorteile der Projekte. Sie schützen auch vor Verdrängung auf angespannten Wohnungsmärkten, da die Projekte den Bewohner*innen, Genossenschaften oder Mietshäuser-Syndikaten gehören.

Durch die ehrenamtlichen Mitglieder im Netzwerk werden immer mehr Wohnprojekte realisiert. Gerade für Familien bedeutet das Leben in gemeinschaftlichen Wohnprojekten häufig eine Entlastung und bietet auf lange Zeit abgesicherte Wohnverhältnisse. Zudem setzt sich der Verein auf politischer Ebene für die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für die Entstehung von Wohnprojekten ein.

Kontakt

  • Ansprechpartner*in:
    Birgit Kasper
  • Adresse:
    Adickesallee 67 /69
    60322 Frankfurt am Main
  • Telefonnummer:
    069 – 91 50 10 60
  • E-Mail:
    info(at)gemeinschaftliches-wohnen.de

Angebote und Fachbereiche

  • Auf unserer Website finden Sie umfassende Informationen zu allen Aspekten des gemeinschaftlichen Wohnens.
  • Eine besonders schöne Einführung zum gemeinschaftlichen Wohnen in Frankfurt und schöne Eindrücke von bestehenden Frankfurter Wohnprojekten bietet unsere Aufzeichnung vom (digitalen) 3. Tag des offenen Wohnprojekts.
  • Zudem stellen sich auf unserer Website viele verschiedene Wohnprojekte vor.
  • Wenn Sie gerade nach Menschen suchen, die – wie Sie selbst – darüber nachdenken ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu gründen, oder wenn Sie nach einem Projekt suchen, an dem Sie sich beteiligen wollen, ist der Marktplatz auf unserer Internetseite eine gute Anlaufstelle.
  • Wenn Sie immer über gemeinschaftliches Wohnen in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie unseren Newsletter oder folgen Sie uns auf Facebook (unter netzwerkffm).
  • Wenn Sie nicht wissen, ob das gemeinschaftliche Wohnen etwas für Sie ist, können Sie unseren Fragebogen durchgehen. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch, aber genau diese Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie darüber nachdenken, ob Sie lieber in einer Gemeinschaft leben möchten.
  • Da die Stadt Frankfurt immer mehr Flächen für Wohnprojekte im Konzeptverfahren ausschreibt, ist jetzt genau die richtige Zeit, um eine Wohninitiative zu starten.

FAQs / Infos für Familien

  • Sehr oft erreichen uns Anfragen von Familien, die dringend eine Wohnung suchen und zeitnah in ein gemeinschaftliches Wohnprojekt einziehen wollen.
    Das Netzwerk Frankfurt vermittelt keine Wohnungen in bestehenden Wohnprojekten. Wir unterstützen und beraten Gruppen und Initiativen, die langfristig gemeinschaftlich wohnen wollen. Nur in seltenen Fällen werden Wohnungen in bestehenden Wohnprojekten frei. Wenn es doch einmal dazu kommt, stellen die Wohnprojekte die Wohnungen auf den Marktplatz auf unserer Internetseite und in unseren Newsletter.
  • Das Engagement in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt klingt nach sehr viel Arbeit und mit Familie und Beruf haben wir schon genug zu tun. Warum sollten wir uns auch noch in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt engagieren?
    Tatsächlich ist es eine Herausforderung, ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu starten. Insbesondere in der Anfangsphase kann ein solcher Prozess sehr zeitintensiv sein. Die Bewohner*innen von Wohnprojekten berichten jedoch, dass sich der Aufwand lohnt. Denn im Alltag unterstützen und entlasten sich die Bewohner*innen gegenseitig, egal ob es um Zeit (zum Beispiel durch eine geteilte Kinderbetreuung oder beim Einkaufen) oder Finanzielles (zum Beispiel durch ein geteiltes Auto oder Lastenrad) geht. Das Engagement bei einem Wohnprojekt kann man als langfristige Investition in die Zukunft betrachten.
  • Wir haben nicht so viel Geld und außerdem gibt es in Frankfurt sowieso keine Häuser oder Flächen, die sich Menschen leisten können, die nicht so viel verdienen. Wie können wir uns unter diesen Umständen an einem Wohnprojekt beteiligen? Gibt es da für uns überhaupt eine Chance?
    Der Frankfurter Immobilienmarkt ist sehr angespannt und das macht es auch vielen Wohngruppen schwer, ein bezahlbares Wohnprojekt zu verwirklichen. Jedoch schaffen es Wohnprojekte immer wieder, auch geringe Mieten zu realisieren, indem sie durch viel Engagement und Eigenleistung die Kosten für das Wohnprojekt niedrig halten. Zudem muss keine Rendite mit den Wohnungen der Bewohner*innen erwirtschaftet werden. Auch das senkt die Wohnkosten. Zuletzt sind die Bewohner*innen auch solidarisch miteinander, sodass teilweise einkommensabhängige Mieten gezahlt werden. Das Netzwerk Frankfurt berät Wohngruppen, wie sie die Kosten niedrig halten, und auch die Stadt Frankfurt trägt durch die günstige Vergabe von Grundstücken an gemeinschaftliche Wohnprojekte – insbesondere über das Frankfurter Konzeptverfahren – dazu bei, dass immer mehr Wohnprojekte entstehen.

Änderungen durch Corona

  • Da wir normalerweise sehr viele öffentliche Veranstaltungen durchführen, mussten wir sehr schnell auf digitale Formate ausweichen, um unsere Arbeit fortsetzen zu können. Dabei haben wir in den letzten Monaten sehr viel gelernt und verschiedene digitale Formate entwickelt. So können wir unsere Arbeit fortführen und weiterhin Wohngruppen beraten, die Öffentlichkeit über das Thema gemeinschaftliches Wohnen informieren und verschiedenen städtischen Gremien beratend zur Seite stehen. Trotzdem hoffen wir, dass wir unsere Veranstaltungen bald wieder offline anbieten können, denn wir vermissen den persönlichen Kontakt zu den Wohngruppen und den Menschen, die sonst zu unseren Veranstaltungen kommen.

Tipp für Familien im Corona-Jahr

  • Denken Sie einmal darüber nach, mit welchen Problemen Sie in der Corona-Zeit konfrontiert waren und wie eine gute Hausgemeinschaft diese Probleme hätte abschwächen können. Wir haben dazu sehr viele schöne Geschichten aus den Wohnprojekten gehört. So hat uns die Corona-Zeit gezeigt, wie wichtig Solidarität und Gemeinschaft in Krisenzeiten sind. Viele der Probleme, die die Einschränkungen für Familien und andere mit sich brachten, konnten von Hausgemeinschaften in gemeinschaftlichen Wohnprojekten abgeschwächt werden. Egal ob es um den Einkauf, die Kinderbetreuung oder die Vereinsamung ging. Sogar finanzielle Probleme durch offene Mietzahlungen oder Jobverlust konnten abgeschwächt werden. In den Wohnprojekten hat sich gezeigt, wie viel eine gute Gemeinschaft in schwierigen Zeiten wert ist.

Gerade in schweren Zeiten gibt die Familie, wie auch immer Sie diese definieren mögen, Halt und Sicherheit. Sie ist das beste Mittel gegen Vereinsamung. Daher freuen wir uns, dass sich das Frankfurter Bündnis für Familie auch weiterhin für ein familienfreundliches Umfeld engagiert, und sind sehr dankbar über die Zusammenarbeit. Denn sowohl in der Familie als auch in einem Bündnis gilt: Zusammen ist man weniger allein.

Video

Vortrag zu gemeinschaftlichem Wohnen am 3. Tag des offenen Wohnprojekts in FFM

Die inhaltliche Verantwortung

Die Ämter und Betriebe der Stadt Frankfurt am Main sowie alle anderen hier vorgestellten Organisationen zeichnen für ihre redaktionellen Inhalte auf www.frankfurter-familienmesse.de verantwortlich und sind gerne behilflich. Bei inhaltlichen Fragen oder Anregungen können Sie sich deshalb gerne an die, auf der jeweiligen Seite in der rechten Spalte unter „Kontakt“, benannte Stelle wenden.