Frankfurt

Das Projekt „Arbeit inklusive!“ richtet sich an junge Erwachsene mit Behinderung, die sich im Übergang von der Schule in den Beruf befinden oder eine Alternative zu ihrer bisherigen Tätigkeit suchen. Das Angebot bietet sowohl Unterstützung bei der Tagesstrukturierung als auch bei der Entwicklung und Verwirklichung beruflicher Perspektiven und Wünsche. Dabei stehen stets die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Einzelnen im Vordergrund und bilden die Basis der individuellen Förderung und Qualifizierung.

Angebote und Fachbereiche

  • Ziel von „Arbeit inklusive!“ ist es, den jungen Erwachsenen ein bedarfsgerechtes Angebot zur Verfügung zu stellen, dass sie befähigt, nicht nur ihren Alltag eigenverantwortlich zu gestalten, sondern sie darüber hinaus in die Lage versetzt, eine geeignete Tätigkeit zu finden und aufzunehmen.
  • Der Einstieg in das Projekt ist jederzeit möglich. Die Finanzierung erfolgt bei entsprechender Eignung über den Landeswohlfahrtsverband Hessen. Die Antragstellung erfolgt über uns.
  • Info-Flyer Arbeit inklusive!
  • Info-Flyer zu unseren Angeboten in unterschiedlichen Sprachen

Die Angebote von „Arbeit inklusive!“ im Überblick

  • Beratung zu individuellen Möglichkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf
  • Unterstützung beim Entwickeln von privaten und beruflichen Perspektiven
  • Begegnung auf Augenhöhe, gemeinsame Suche nach der am besten passenden Lösung
  • Individuelle Einzel- und Gruppenförderung sowie Qualifizierung
  • Vermitteln praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Fördern von Selbstständigkeit und Selbstbestimmung
  • Hinführen zu einer sinnvollen Tagesstruktur
  • Individuelle Praktikums- und ggfs. Arbeitsplatzsuche
  • Beratung und Begleitung im Praktikum und bei der Arbeit

FAQs / Infos für Familien

  • Mein Kind mit Behinderung befindet sich im Übergang von der Schule in den Beruf. Welche Möglichkeiten gibt es?
    Es gibt vielfältige Unterstützungen für Menschen mit Behinderung, die die Schule beendet haben und an der Schwelle in eine berufliche Tätigkeit stehen: Zum Beispiel „Budget für Arbeit“, „Integrationsfachdienste“, „Unterstützte Beschäftigung“ und vieles mehr. Welche Möglichkeiten für Ihr Kind und Sie in Betracht kommen, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern ist abhängig von den individuellen Bedarfen, Wünschen und Fähigkeiten. Gerne stehen wir für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung und unterstützen Sie bei der Entwicklung von geeigneten Perspektiven. Ein Beratungsgespräch sowie die eventuelle weitere Begleitung ist für Sie kostenlos. Ihr Kind muss dafür nicht Teilnehmer*in an unserem Berufsprojekt „Arbeit inklusive!“ sein.
  • Welche (beruflichen) Perspektiven gibt es für junge Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können?
    Eltern von Kindern mit Behinderung und Fachpersonen wenden sich mit dieser Frage gerade dann an uns, wenn sie eine WfbM („Werkstatt für behinderte Menschen) aus unterschiedlichen Gründen nicht als passenden Ort der beruflichen Bildung für ihr Kind bzw. ihre Klientin*ihren Klienten ansehen.Wir möchten in diesen Fällen mit unserem Projekt „Arbeit inklusive!“ eine Ergänzung und Alternative bieten: Wir verwirklichen Teilhabe am sozialen Leben unter inklusiven Maßstäben durch die Verbindung der Förderung praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten des Alltages, ergänzt um berufsorientierte Bildung.Konkret bedeutet dies, dass die Projekt-Teilnehmer*innen von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:30 bis 13:00 Uhr im Rahmen modularisierter Angebote in folgenden Bereichen gefördert und beruflich qualifiziert werden:

Sozial-emotionale Entwicklung

Kommunikation und Sprache

Interaktion und Beziehungen

Mobilität und Orientierung

Selbstversorgung und Fürsorge

Lebenspraktische Fähigkeiten

  • Mein Kind hat eine Autismus-Spektrum-Störung und findet sich innerhalb der Strukturen einer WfbM nicht zurecht. Wie kann mein Kind an Ihrem Projekt teilnehmen und ist das für uns mit Kosten verbunden?
    Unser Projekt „Arbeit inklusive!“, richtet sich auch und insbesondere an Heranwachsende mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Unsere Mitarbeiter*innen verfügen hierbei über langjährige Erfahrungen im Bereich der individuellen Begleitung und Förderung.Für die Aufnahme in unser Projekt sind ein persönliches Gespräch sowie eine zweiwöchige Hospitation notwendig. Das gibt uns die Gelegenheit, uns gegenseitig kennenzulernen sowie die Bedarfe, Wünsche und Bedürfnisse Ihres Kindes einschätzen können. Sollte danach eine dauerhafte Teilnahme an „Arbeit inklusive!“ gewünscht sein, so wird der Landeswohlfahrtsverband Hessen als zuständiger Kostenträger hinzugezogen. Dieser finanziert als überörtlicher Träger der Eingliederungshilfe die Teilnahmekosten.

Kontakt

  • Ansprechpartner*in:
    Agnes Lell-Sieben
  • Adresse:
    c/o Ernst-Reuter-Schule
    Hammarskjöldring 17a
    60439 Frankfurt am Main
  • Telefonnummer:
    069 – 21 23 40 71
  • E-Mail:
    arbeit-inklusive(at)gemeinsamleben-frankfurt.de

Öffnungszeiten

  • Mo – Fr:  08:30 – 13:00 Uhr
  • Die Schließzeiten orientieren sich an den hessischen Schulferien

Änderungen durch Corona

  • Die familiären, gesundheitlichen und ökonomischen Lebensumstände unserer Projekt-Teilnehmer*innen waren bereits vor Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 durch vielfältige Herausforderungen gekennzeichnet. Diese haben sich durch die Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen erheblich verschärft. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Angebote erweitert und entsprechend an die pandemische Lage und aktuellen Bedürfnisse angepasst:

Während den vorübergehenden Aussetzungen des Präsenzbetriebes erfolgt ein täglicher Austausch per Telefon und/oder Videochat zwischen den Teilnehmer*innen und den Mitarbeiter*innen.

Bei Bedarf Organisation von Soforthilfe beispielsweise durch Botengänge, Lieferungen und Bereitstellungen von Sachgegenständen (technische Geräte, Fördermaterialien, Hygiene- und Schutzausrüstung).

Betreuung und Förderung im häuslichen Umfeld (bei Teilnehmer*innen, die im Falle einer Sars-Cov2-Infektion einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ausgesetzt sind).

Bereitstellen digitaler Fördermöglichkeiten

Tipps für Familien in der Corona-Zeit

  • Vor allem unter den Kontaktbeschränkungen, (Teil-) Schließungen von Institutionen der Erziehung und Bildung sowie pandemiebedingten Auflagen in der medizinischen und psychosozialen Versorgung leiden im Allgemeinen Heranwachsende, junge Menschen mit Behinderung sowie deren Familien in besonderem Maß. In dieser schwierigen Zeit ist es besonders wichtig, sich Unterstützung und Hilfe zu holen, denn nur gemeinsam können wir diese Situation meistern. Hierzu möchten wir gerne unseren Beitrag leisten:Sprechen Sie mit uns, wie wir Ihnen weiterhelfen können. Telefonnummern und Ansprechpartner*innen finden Sie auf unserer Website:
    www.gemeinsamleben-frankfurt.de

Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist das Frankfurter Bündnis für Familien besonders wichtig, um Menschen mit Behinderung und ihren Familien in ihren Bedürfnissen und Nöten zu helfen. Durch Kooperation, Aufklärung und aktive Unterstützung können wir alle gemeinsam die Situation von Familien in Frankfurt nachhaltig verbessern.

Die inhaltliche Verantwortung

Die Ämter und Betriebe der Stadt Frankfurt am Main sowie alle anderen hier vorgestellten Organisationen zeichnen für ihre redaktionellen Inhalte auf www.frankfurter-familienmesse.de verantwortlich und sind gerne behilflich. Bei inhaltlichen Fragen oder Anregungen können Sie sich deshalb gerne an die, auf der jeweiligen Seite in der rechten Spalte unter „Kontakt“, benannte Stelle wenden.